Das liebe Geld 1


Irgendwie muss man ja auch am anderen Ende der Welt bezahlen. Das Umtauschen von Bargeld vorab ist eher nicht empfehlenswert, da die sogenannten Sortenkurse überaus schlecht sind und außerdem möchte wohl keiner das gesamte Budget für eine mehrmonatige Reise in bar mit sich führen. Wie man trotzdem stets liquide bleibt, möchte ich euch hier kurz erläutern.

Im Ausland immer ganz praktisch sind ja die Kreditkarten. Allein für die Flugbuchung braucht man in der Regel eine. Mit der kann man dann auch im Ausland bezahlen und am Automat Geld abheben. In Deutschland am meisten verbreitet sind Visa und MasterCard. Das sind auch die Karten, die hier so üblich sind. Allerdings nehmen nicht alle Geschäfte ausländische Kreditkarten an oder es wird eine extra Gebühr für Kreditkartenzahlungen erhoben. Zudem sollte man sich über die Gebühren bei der eigenen Bank im Klaren sein!

Gebühren

  • Fremdwährungsgebühr: Viele Banken erheben eine Gebühr, wenn die Kreditkarte in fremder Währung eingesetzt wird. Diese beträgt meist 1,75%. Das heißt, wenn ein Umsatz von $100 getätigt wird und der aktuelle Kurs von Visa bzw MasterCard gerade 1€ = $1,6 ist, dann wird der belastete Betrag in $100 : 1,6 = 62,50€ umgerechnet. Dazu kommen dann die 1,75% Gebühr, also 62,50€ * 1,75% = 1,09€ Bankgebühren. Wer im Monat 1000€ ausgibt, hat also zusätzlich Gebühren von 17,50€ – und das jeden Monat.
  • Versteckte Gebühr bei lokaler Umrechnung: Manche Hädnler bieten einem „netterweise“ an, die Karte in Euro statt in Dollar zu belasten. Klingt eigentlich ganz gut, da man so direkt weiß, welcher Betrag abgebucht wird. Aber Achtung! Die Kurse, die der Händler dazu nimmt, sind oft verdammt schlecht. Würde der Händler bei einem Umsatz von $100 einen Kurs von 1€ = $1,5 ansetzen, dann ist der in Euro belastete Betrag 66,67€ und damit spürbar höher als in obigem Beispiel mit 1,5%. Also Finger weg von dieser Option! Zudem sind einige Banken so findig, statt einer Fremdwährungsgebühr eine Auslandseinsatzgebühr zu verlangen, sodass auch in Euro getätigte Umsätze im Ausland mit zusätzlich 1,5% verpreist werden. Hier gilt es, das Preis-Leistungs-Verzeichnis ordentlich zu lesen.
  • Geldabhebegebühr der Bank: Geld abzuheben ist für die Bank schlecht: Im Gegensatz zum Einsatz beim Händler bekommt die Bank hier keine Gebühren vom Händler bezahlt, sie muss stattdessen sogar Gebühren an den Geldautomatenbetreiber entrichten. Manche Banken geben diese Gebühr daher weiter, sei es in Form von direkt sichtbaren Gebühren oder horrenden versteckten Zinsen, die vom Tag der Abhebung bis zur Kartenabrechnung anfallen. Letzteres macht beispielsweise die Advanzia Bank bei ihrer kostenlosen Kreditkarte, ganze 22,90 % p.a. Zinsen werden hier fällig. Zwar  nicht für einen all zu langen Zeitraum, trotzdem unverschämt viel. Direkte Gebühren können „3%, mindestens jedoch 5€“ sein. Hier lohnt es sich, größere Beträge zu holen statt viele kleine. Auch wird die Anzahl der möglichen Abhebungen pro Woche teilweise limitiert! Also vorher genau informieren, nicht dass man da plötzlich ohne Geld dasteht.
  • Geldautomatengebühr: Manchen Automatenbetreibern ist die Gebühr, die deine Bank beim Abheben entrichtet, nicht genug. Es wird eine zusätzliche Gebühr auf den Abhebebetrag aufgeschlagen. Diese muss aber deutlich erkennbar im Display des Automaten angezeigt und bestätigt werden. Verlangt der Automat beispielsweise $3 Gebühr, so werden bei einer Abhebung von $100 nur $100 ausgezahlt, aber $103 auf der Kreditkarte belastet. Lösung: Vorgang abbrechen und einen anderen Automat suchen.
  • Internationale Überweisung: Wer ein ausländischen Konto hat, kann sich natürlich auch Geld von Deutschland aus darauf überweisen. Das kostet aber so viel, dass ich absolut davon abrate. Lediglich Überweisungen im Euro-Raum sind dank SEPA kostenfrei.

Empfehlenswerte Kreditkarten stelle ich auf Seite 2 vor.


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