Meine Anreise – ganz ohne Jetlag!


Neuseeland ist ja nicht gerade um die Ecke. Wenn man der Berechnung von luftlinie.org  glauben schenken darf, sind es 18.570km. Da will die Anreise natürlich gut geplant sein. Da mir „the Fall“ aus dem 2012er Spielfilm Total Recall  nicht zur Verfügung stand, musste ich auf herkömmliche Flugzeuge ausweichen.

Gesucht habe ich meinen Flug bei verschiedenen Vergleichsportalen, am besten gefiel mir dabei Kayak. Flexibilität beim Datum zahlt sich aus, man kann durchaus ein paar hundert Euro sparen. Die Wahl ist schließlich auf eine Verbindung mit der Fluglinie Etihad Airways gefallen, der nationalen Airline der Vereinigten Arabischen Emirate. Mein Flug ging von Frankfurt über Abu Dhabi und Melbourne nach Wellington. Auf der letzten Teilstrecke fliegt Etihad nicht selbst, daher hatte ich hier einen Codesharing  Flug, der von Air New Zealand ausgeführt wurde.

Los ging es für mich an einem Sonntagabend in Frankfurt, Abflug um 22:05 Uhr. Ich war rund 3h vorher dort. Zuerst musste ich den Koffer los werden. Eingecheckt hatte ich schon vorab online (24h vor Abflug ist das möglich), sodass ich statt des Check-In Schalters nur den Gepäckaufgabe Schalter gebraucht habe. Dort war die Warteschlange um einiges kürzer, der Weg ist also empfehlenswert! Da ich noch die älteren Etihad-Regeln hatte, war ein Koffer mit 30kg erlaubt. Die hatte ich mit 28kg nicht ganz gebraucht, war aber trotzdem sehr froh, als ich das Monstrum los war. Der knallgelbe Hartschalenkoffer von Samsonite  hat die Reise übrigens gut überstanden und sich auch sonst als empfehlenswert erwiesen. Glücklicher Weise konnte mir die Dame am Schalter den Koffer bis Wellington durchchecken, sodass ein abholen und erneutes Aufgeben an einer Zwischenstation nicht nötig ist.

Nachdem der Koffer seinen Weg durch die kilometerlangen Sortiersysteme sucht musste ich durch die Passkontrolle. Das gestaltet sich sehr komfortabel: Pass in ein Gerät halten, kurz warten, und dann durch eine Schranke gehen. Nun steht man alleine in einem Bereich, wo man in eine Kamera schauen muss. Ein Computer vergleicht das Gesicht mit dem hinterlegten Foto, wenn das zusammenpasst, dann darf man weiter. Ganz ohne Personal und Stempel.

Bislang war ich nur am Terminal 1 geflogen und daher etwas von den Sicherheitskontrollen am Terminal 2 etwas überrascht: Die sind nämlich kurz vor den Gates und immer nur spezifisch für eine Hand voll Gates, nicht wie beim Terminal 1 für das gesamte Terminal zusammen. Demnach befindet sich der Duty-Free Bereich auch vor den Kontrollen, sodass man danach nichts mehr einkaufen kann. Wollte ich bei den Preisen aber eh nicht…

Da das alles so flott ging und ich vom Parkhaus zum Gate in unter 40 Minuten kam, durfte ich dort dann noch ewig warten. Glücklicherweise hatte ich ein Hörbuch auf meinem Handy dabei.

Warten am Gate in Frankfurt

Warten am Gate in Frankfurt

Als Handgepäck hatte ich einen Cabin Max Rucksack  dabei, der genau die erlaubten Maße hat und durch seine Form eines Quaders sehr viel Platz im Innern bietet. Außerdem ist er sehr leicht sodass von den wertvollen 7kg nicht viel verloren geht. Die Fluglinien erlauben üblicherweise auch einen persönlichen Gegenstand. Als Informatiker nimmt man da natürlich seine Laptoptasche  – das tolle an dem Gegenstand ist ja, dass es keine wirkliche Gewichtsbegrenzung gibt. Er muss halt unter den Sitz des Vordermanns passen. Befüllt mit Laptop, Tablet, externer Festplatte und einem Netzteil hatte die alleine schon knapp 5kg. Im Rucksack landen dann sonstige Wertgegenstände, empfindliche Sachen und Kleidung für die ersten paar Tage, falls der Koffer verloren gehen sollte oder sich verspätet. Gewogen oder genau gemessen wurde übrigens keiner der Gegenstände, das scheint generell nur bei Billigairlines üblich zu sein oder wenn man dem Gepäck ansieht, dass es zu schwer oder zu groß ist.

Eine Stunde vor Abflug war dann endlich Boarding. Positiv überrascht war ich, dass man das Flugzeug sinnvoll befüllte, sprich von hinten nach vorne. Die Boarding-Pässe waren hierzu in 4 Zonen eingeteilt, die nacheinander aufgerufen wurden. Da der Flug nur über Nacht ging, hatte ich mir einen Gang-Platz in der Mitte ausgesucht, in der Hoffnung, dass es dort sehr ruhig ist. Beim Online Check-In habe ich gesehen, dass der Platz neben mir noch frei ist. Und man darf auch mal Glück haben

Früh morgens im Flieger nach Abu Dhabi

Früh morgens im Flieger nach Abu Dhabi

Tatsächlich waren von den vier Plätzen in der Flugzeugmitte noch zwei frei, sodass ich den ganzen Kram, den man so hat (Jacke, Decke und Kissen von der Airline), auf dem Platz neben mir abladen konnte und sogar den Laptop nicht unter den eigenen Vordermann-Sitz sondern den nebendran verstaut habe – Das gibt etwas mehr Beinfreiheit.

Der Flug ging von 22:05 Uhr deutscher Zeit bis 06:40 Uhr Ortszeit Abu Dhabi, was in DE dann 04:40 Uhr wäre. Viel schlafen kann man da nicht, weil es gegen Mitternacht noch ein Essen gab und knapp eine Stunde vor der Landung die Vorbereitungen in Sachen Sitz gerade stellen usw. beginnen. Etwas müde kam ich dann also früh morgens in Abu Dhabi an.

Zu meinem Erstaunen musste man dort als aller erstes durch eine Sicherheitskontrolle. Es ist ja nicht so, als käme ich gerade aus einem Flugzeug. Wo soll ich also gefährliche Gegenstände her haben? Naja, das lässt man halt über sich ergehen, zum Glück war die Schlange nicht so lang. Zeit hatte ich jedoch eh mehr als genug, da mein Anschluss nach Melbourne erst um 10:30 Uhr Ortszeit abheben sollte. Vor Ort erst mal geschaut, zu welchem Gate ich denn muss. Und auf der Anzeige stand dann neben der Gatenummer dieses böse Wort „delayed„. An einem Info-Schalter habe ich dann erfahren, dass es ca. 35 Minuten später werden soll.

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