Steckdosen 2


Neuseeland hat selbstverständlich andere Steckdosen als Deutschland und selbst Geräte mit Eurostecker kann man ohne Adapter hier nicht benutzten – Neuseeland ist ja auch nicht Europa.

Hier wird der Stecker-Typ I verwendet. Die Stecker haben drei flache Metalldinger, die in die Steckdose kommen. Also nicht rund, wie in Deutschland, und der Schutzkontakt ist auch durch so ein flaches Metallstück realisiert.

Das Interessante an diesem Layout ist, dass der Stecker nur in genau eine Richtung rein passt. Das hat zwar den Nachteil, dass man bei abgewinkelten Steckern mitunter etwas unflexibel ist, was die Kabelführung angeht, aber es bietet auch den einzigartigen Vorteil, dass immer klar ist, wo Phase und Nullleiter sind. Die Phase ist hier links oberhalb des Schutzkontaktes, der Nullleiter rechts. Auch bei Mehrfachsteckdosen bleibt dies durch die Asymmetrie des Steckers erhalten. Hat die Mehrfachsteckdose oder eine eingesteckte Nachttischlampe einen Schalter, so wird dieser immer die Phase schalten, und nicht ggf. den Nullleiter, was das Auswechseln einer Glühbirne gefährlich machen könnte. Interessanterweise haben hier sogar alle Steckdosen einen separaten Schalter, mit dem man die Dosen einzeln aktivieren und deaktivieren kann.

Nun aber zu den Nachteilen des Layouts: Die Steckdose ist flach, also nicht so vertieft wie unsere deutschen Steckdosen. Dadurch haben die Stecker keinen all zu guten Halt. Ich habe heute unsere WG gestaubsaugt, der Staubsauger ist schon etwas älter und der Kabeleinzugsmechanismus defekt, sodass der Sauger ständig leicht am Kabel zieht. Mir ist beim Absaugen drei Mal der Stecker aus der Steckdose gerutscht – echt nervig.

Meiner Meinung nach ist das auch ein Sicherheitsrisiko: Durch die Vertiefung der Steckdose wird es in Deutschland nie gelingen, die beiden Metallstäbe zu berühren, während der Stecker noch halb in der Steckdose steckt. Würde das gelingen, so bekäme man einen Stromschlag. Hier haben die Steckdosen keine Vertiefung und mit dünnen Fingern, beispielsweise von Kleinkindern, könnte man durchaus an die stromführenden Metalldinger eines nicht richtig eingesteckten Steckers kommen. Um das System fingersicher zu machen, müssen daher die Kontakte an den Steckern teilweise isoliert werden. Bleibt zu hoffen, dass die Isolation gut hält.


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2 Gedanken zu “Steckdosen

    • Sebastian Autor des Beitrags

      Na es ist ja kein Urlaub. Harte Arbeit mit tollen Erlebnissen trifft eher zu 😀
      Und abgesehen davon bin ich ganz froh in einer WG zu wohnen, in der Staubsauger und ähnliches nicht nur zur Zierde da ist. Da beteilige ich mich auch gern an der Benutzung dieser Gegenstände 😉