Kajak 2.0


Nachdem ich ja vor einigen Wochen schon mit einem dieser Sit-on-top Kajaks gefahren bin, war es an der Zeit, ein richtiges Seekajak auszuprobieren. Der Unterschied ist, dass man bei dem Sit-on-top Kajak deutlich höher sitzt und nicht wie bei einem echten Seekajak mit einem Spritzschutz ans Schiff gebunden ist. Außerdem sind die richtigen Kajaks länger und schmäler, sodass man schneller ist.

Dazu habe ich einen dreistündigen Kurs belegt, bei dem man verschiedene Sachen lernt: Zum einen die verschiedenen Paddeltechniken, damit man effizient und schnell voran kommt und die Navigation auch auf rauer See beherrscht. Und zum anderen haben wir zwei verschiedene Rettungstechniken gelernt, die man nach dem Kentern anwendet. Zu allererst ist es wichtig, dass man aus seinem Kajak heraus kommt, weil man sonst Kopfüber im Wasser hängt und zu Ertrinken droht. Man muss den Spritzschutz lösen und unter dem Kajak heraus schwimmen. Dann kann man entweder die Paddle float re-entry Technik anwenden: In einer langwierigen Prozedur muss man sein Kajak umdrehen, einen aufblasbaren Beutel an ein Paddel befestigen und damit wieder in das Kajak klettern und dann mit einer Handpumpe das Wasser raus pumpen. Oder man hat einen Partner, der das gekenterte Kajak etwas anhebt damit das Wasser heraus läuft und es anschließend umdreht. Dann braucht man keine Pumpe und wenn der Partner das Kajak gut fest hält, dann kommt man auch leichter hinein als mit dem Paddle float bei der anderen Methode.

Die Eskimorolle ist allerdings fortgeschritten und nicht Teil des Einsteigerkurses. Das wäre natürlich ideal, dann muss man gar nichts leer pumpen oder wieder rein klettern. Natürlich haben wir die vorgestellten Sachen alle praktisch geübt, sodass man auch schön nass wird dabei. Zum Glück war das Wasser nicht zu kalt an dem Tag, nur der Wind war etwas nervig. Es hat aber viel Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung!

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