Tägliche Archive: 2. Mai 2016


Letzte Wanderung: Pakuratahi Forest

Meine Zeit hier geht so langsam zu Ende. Eine letzte Wanderung habe ich im Mai dann aber noch organisiert: Wir sind zum Pakuratahi Forest bei Upper Hutt gefahren und dort hoch auf Mount Climie gelaufen.

Der Weg zieht sich ziemlich lange und teilweise sehr steil, aber wir sind das in einem guten Tempo hoch gewandert. Oben angekommen gabs ungemütliche Orkanböen, sodass wir unsere Mittagspause auf später verschoben haben. Den zweiten Berg haben wir uns dann auch gespart, da er sich in den Wolken versteckt hat. Solche Wetterbedingungen hatte ich ja schonmal beim Tongariro Crossing, und auch die anderen wollten da nicht unbedingt in die Wolken rein laufen.

Also sind wir wieder runter, haben unsere Pause gemacht und sind dann noch entlang einer alte Eisenbahnlinie spaziert. Sehr nette Gruppe und alle haben bedauert, dass ich nun keine Wanderungen mehr organisieren werde. Naja, muss halt jemand anders die Meetup Gruppe zum Wandern bewegen  😛

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Feuerwehr!

Wenn einer der Nachbarn nicht kochen kann, dann muss auch mal der komplette Komplex mit 28 Wohnungen in 4 Gebäuden evakuiert werden. Es war zwar schnell klar, dass es ein Fehlalarm ist, aber die Sirenen hat das nicht interessiert. Viel zu laut um wieder rein zu gehen. Irgendwann nach rund 30 Minuten kam dann auch die Feuerwehr. Nach einer kurzen Prüfung der betroffenen Wohnung haben die dann dankenswerter Weise den Alarm abschalten können. Mich wundert es nur, warum die so lange gebraucht haben. Die 1,5 Kilometer Anfahrtsweg laufe ich ja dreimal in der Zeit.


Somes Island

Somes Island

Somes Island, auch bekannt unter dem Namen Matiu, ist eine knapp 25 Hektar große Insel und liegt gut 7km entfernt vom Hafen in Wellington.

Man kann die Insel besuchen. Entweder für einen Tagesausflug, oder man bleibt über Nacht. Mit der Fähre von Wellington ist man 20 Minuten unterwegs.

Die Insel hat eine interessante Geschichte: Sie wurde als Quarantänestation benutzt. Ankommende Schiffe, auf denen eine Seuche ausgebrochen ist, durften nicht zum Hafen in Wellington sondern wurden auf die Insel umgeleitet. Dort starb die Besatzung dann in der Regel, aber immerhin hat man keine Menschen auf dem Festland angesteckt.

Im ersten Weltkrieg brachte man auf der Insel sogenannte „enemy aliens“ unter, das waren Mitbürger Deutscher Nationalität aber auch einiger anderer Staaten (z.B. Österreich, Bulgarien, Schweiz). Von diesen Gefangenen ging angeblich eine gewisse Gefahr aus, sodass man sie lieber nicht auf dem Festland haben wollte.

Im zweiten Weltkrieg wurden schwere Flugabwehrkanonen auf der Insel positioniert, für den Fall dass die Japaner angreifen. Haben sie aber nie…

Außerdem hat man im 20. Jahrhundert Tiere aus Europa importiert. Importierte Schafe sollten den heimischen Genpool etwas diversifizieren. Allerdings wollten die Neuseeländer es nicht riskieren, irgendwelche Krankheiten mit an Land zu schleppen, mit denen die heimische Natur nicht klar käme. Deshalb hat man importiertes Vieh auf der Insel in einem speziell gesicherten Stall mit Bio-Schleuse für die Arbeiter untergebracht. In den 90er Jahren ist man dann aber zur In-vitro-Fertilisation übergegangen, sodass diese Quarantänestation nicht mehr nötig war.

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Sonnenaufgang

Als wir im Februar für den Sonnenuntergang auf Mount Victoria waren dachten wir, dass es bestimmt auch für einen Sonnenaufgang lohnenswert wäre.

Im April war es dann soweit. Den Wecker auf 4:30 Uhr gestellt und in aller Frühe ab auf den Berg. Leider hatte ich vergessen, meinen Zweitwecker von Sommer- auf Winterzeit umzustellen, sodass dieser mich eine ganze Stunde zu früh geweckt hat. Zum Glück habe ich den Fehler um 3:30 Uhr jedoch bemerkt und mich nochmal eine Stunde hingelegt. Trotzdem blöd, so eine Schlafunterbrechung…

Mit Taschenlampen bewaffnet ging es dann in Rekordzeit auf dem direktesten (und steilsten) Weg rauf zum Aussichtspunkt. Von dort haben wir das Naturschauspiel bewundert und sind anschließend als Belohnung fürs frühe Aufstehen noch gemeinsam Frühstücken gegangen.

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Cable Car, Sternwarte & Wellington bei Nacht

Anfang April konnte ich gleich zwei Punkte auf einmal von meiner ToDo Liste streichen: Eigentlich ist es ja eine Schande, rund ein halbes Jahr in Wellington zu wohnen ohne das berühmte Cable Car, also die Bergbahn, benutzt zu haben. Jedoch fand ich es bislang immer attraktiver, durch den Botanischen Garten zu laufen anstatt ein paar Dollar für die Fahrt auszugeben. Außerdem hatte ich mir bei meinem ersten Besuch im Botanischen Garten vorgenommen, die dort ansässige Sternwarte zu besuchen.

Mit einer meiner Mitbewohnerinnen bin ich also von der Stadt aus mit der Bergbahn hoch gefahren. Dann haben wir uns zuerst das Museum in der Sternwarte angeschaut. Es zeigt ein wenig die Entwicklung unseres Universums, begonnen vom Urknall bis hin zu Infos zur modernen Raumfahrt. Anschließend haben wir uns noch einen Film über Dinosaurier und eine Präsentation des Nachthimmels in der südlichen Hemisphäre angesehen. Wer es nicht wusste: Alle Sternbilder stehen hier auf dem Kopf – das macht es noch schwerer, sie zu identifizieren.

Zurück bin ich dann in der Dunkelheit durch den botanischen Garten gelaufen. Laura ist etwas früher als ich gegangen und hat den Bus genommen. Da ich aber schon oft genug dort war, habe ich den Weg durch den Garten auch im Dunklen gefunden.

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Newtown Festival

Ich wohne ja seit meinem Umzug nur 5 Gehminuten vom Stadtteil Newtown entfernt, sodass ein Besuch auf deren jährlichem Straßenfestival quasi Pflicht ist. Flohmärkte überall, etliche Stände mit Verpflegung und ein paar Bühnen mit Musik. Das war ein gemütlicher Nachmittag für mich.

Allerdings hat es mich gewundert, wie die Bewohner Newtowns das jedes Jahr so aufnehmen. Wie man in den folgenden Bildern sieht sind die Bühnen auf der Straße direkt neben den Häusern. Vermutlich flüchtet man einfach an dem Wochenende woanders hin, wenn man mit der Musik vor der Haustür nichts anfangen kann.


Dragon Boat Festival

Im Anschluss an den Northern Walkway sind wir an die Waterfront gegangen, denn dort fand das jährliche Dragon Boat Festival statt. Besetzt mit etlichen Paddlern, einen Taktgeber sowie einem Steuermann kommt es letztendlich darauf an, welches Boot dank bester Kraft und Koordination das schnellste ist.

 

Das letzte Bild sieht etwas ungewöhnlich aus, oder? Das folgende Video illustriert, wieso eine der Bootsmannschaften baden gegangen sind.


Northern Walkway 1

Eine der Wanderungen rund um Wellington fehlt noch: Der Northern Walkway. Also geschwind ein Meetup Event dafür aufgesetzt und ab nach Johnsonville, denn dort startet der Track. Der Anfang ist der selbe wie beim Skyline Walkway, man läuft nämlich von Johnsonville aus rauf auf den Mount Kaukau. Von dort trennen sich aber die Wege.

Leider führt ein nicht unerheblicher Teil der Wanderung entlang von Straßen. Diese Abschnitte sind nicht so sehenswert und insgesamt würde ich sagen, dass der Northern Walkway die schlechteste Wanderung ist. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, denn es gibt einige sehr sehenswerte Stellen auf der Route.

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Geburtstagsüberraschung

Ich war für meinen Geburtstag ja in Taupo und habe mir den Fallschirmsprung gegönnt. Aber in Wellington gab es auch eine tolle Überraschung: Für „meine“ Meetup Gruppe habe ich einen Ausflug zum Otari-Wilton’s Bush geplant. Dort gibt es zwei kostenlos benutzbare Elektro-Grills, also haben wir uns einen schönen Grillnachmittag gemacht und sind im Anschluss in den Wald für einen gemütlichen Spaziergang.

Man hat meinen Geburtstag nicht vergessen, sodass mir alle gratuliert haben. Es gab sogar eine Torte! Das hat mich riesig gefreut  🙂