Somes Island


Somes Island

Somes Island, auch bekannt unter dem Namen Matiu, ist eine knapp 25 Hektar große Insel und liegt gut 7km entfernt vom Hafen in Wellington.

Man kann die Insel besuchen. Entweder für einen Tagesausflug, oder man bleibt über Nacht. Mit der Fähre von Wellington ist man 20 Minuten unterwegs.

Die Insel hat eine interessante Geschichte: Sie wurde als Quarantänestation benutzt. Ankommende Schiffe, auf denen eine Seuche ausgebrochen ist, durften nicht zum Hafen in Wellington sondern wurden auf die Insel umgeleitet. Dort starb die Besatzung dann in der Regel, aber immerhin hat man keine Menschen auf dem Festland angesteckt.

Im ersten Weltkrieg brachte man auf der Insel sogenannte „enemy aliens“ unter, das waren Mitbürger Deutscher Nationalität aber auch einiger anderer Staaten (z.B. Österreich, Bulgarien, Schweiz). Von diesen Gefangenen ging angeblich eine gewisse Gefahr aus, sodass man sie lieber nicht auf dem Festland haben wollte.

Im zweiten Weltkrieg wurden schwere Flugabwehrkanonen auf der Insel positioniert, für den Fall dass die Japaner angreifen. Haben sie aber nie…

Außerdem hat man im 20. Jahrhundert Tiere aus Europa importiert. Importierte Schafe sollten den heimischen Genpool etwas diversifizieren. Allerdings wollten die Neuseeländer es nicht riskieren, irgendwelche Krankheiten mit an Land zu schleppen, mit denen die heimische Natur nicht klar käme. Deshalb hat man importiertes Vieh auf der Insel in einem speziell gesicherten Stall mit Bio-Schleuse für die Arbeiter untergebracht. In den 90er Jahren ist man dann aber zur In-vitro-Fertilisation übergegangen, sodass diese Quarantänestation nicht mehr nötig war.

Heute dient die Insel dazu, eine komplett Raubtier freie Umgebung zu behalten, die zudem nicht von den typischen Gräser überwuchert wird. Das soll die Entwicklung besonderer Pflanzen fördern. Damit das auch so bleibt, gibt es sehr strenge Kontrollen, bevor man auf die Insel gelassen wird: Taschen werden nach Tieren durchsucht, Sand und Gräser weggesaugt und die Schuhe desinfiziert.

Ich bin also mit der Fähre morgens auf diese Insel und Nachmittags wieder zurück. Insgesamt hatte ich gut fünf Stunden dort, in denen ich quasi jeden zugänglichen Fleck der Insel besucht habe.

 

 

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